Volkschor Thalia 1903

Frankfurt am Main - Zeilsheim e.V.

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Wenn Blätter in schönsten Farben leuchten

Gut besuchtes Herbstkonzert des Thalia-Chors spannt den Bogen von Schubert bis Lloyd-Webber

Der Thalia-Chor und die Sängergemeinschaft Sulzbach gaben ein gemeinsames Konzert. © privatZeilsheim – „Die Blätter leuchten noch einmal in den schönsten Farben, bevor der Wind sie sanft von den Bäumen trägt. Die Luft wird kühler, die Abende werden länger – und über die Landschaft legt sich ein goldener, fast geheimnisvoller Glanz.“ Mit diesen wunderbaren Worten eröffnete Chorleiter Heinz Marosch in der gut besuchten evangelischen Kirche am Frankenthaler Weg das Herbstkonzert des Thalia-Chors, der erneut von der befreundeten Sulzbacher Sängervereinigung unterstützt wurde.

„Herbst-Zauber“ lautete das Motto, das für die Besucher zu einer musikalischen Reise durch unterschiedliche Stilrichtungen wurde. Zunächst sanft und getragen mit den klassischen Werken wie Franz Schuberts „Abendfrieden“ und dem „Morgenrot“, dem Heinz Marosch wieder einfühlsame Worte vorausschickte: „Ganz behutsam beginnt der Himmel, sich zu färben. Das erste Licht streift die herbstliche Landschaft, lässt die Farben der Blätter wieder aufleuchten und kündigt einen neuen Tag an.“

Dann folgten Worte, die viele Menschen ein Leben lang begleiten, Worte, die die meisten schon als Kind gelernt haben und die auch dann noch Halt geben sollen, wenn man selbst nicht mehr weiß, wohin der Weg führt. Eines dieser Gebete ist das „Vaterunser“. Und wenn Hanne Haller diesem wohl vertrautesten aller Gebete eine ganz besondere musikalische Sprache gibt, dann singt das der Chor mit Inbrunst und Begeisterung, und der Funke springt über auf die Zuhörerränge.

Das passierte auch bei den Titeln „Die Rose“, „Can’t Help Falling“, „Kumbaya My Lord“ und „Malaika“. Das Lied „Malaika“ hat der Dirigent Heinz Marosch vor Jahren von seiner Afrikareise aus Tansania mitgebracht. Malaika heißt auf Suaheli „Engel“. Doch hinter diesem wunderschönen Namen verbirgt sich eine traurige Geschichte. Ein Mann liebt seine „Malaika“, kann jedoch das für die Heirat erforderliche Geld nicht aufbringen.

Heinz Marosch hatte damals einen Konzert- und Leseabend unter das Thema „Afrika“ gestellt und dabei erzählt, dass die Einheimischen gestaunt hatten, als er das Lied bei einer Bootsfahrt auf der Insel Sansibar auf Suaheli gesungen habe.

Zwischen den beiden Konzertblöcken präsentierte sich Marosch wieder als der stimmenstarke und schwungvolle Solist Benny Maro und glänzte mit „Ich wollte nie erwachsen sein“, „Ave Maria“ von Franz Schubert und einem Gospel-Medley, bei dem die Zuhörer genauso begeistert mitklatschten wie später, als der Chor „We Are The World“ anstimmte. Susanne Fernholz brillierte bei Klaviereinlagen mit dem Präludium C-Dur von Johann Sebastian Bach und dem Gospel-Klassiker „Oh Happy Day“.

Gänsehautstimmung herrschte im zweiten Teil der Chordarbietungen bei dem Titel nach der Filmmusik „Conquest Of Paradise“, bei „Here I Am, Lord“ und besonders beim „Halleluja“ von Leonard Cohen. Dazu sagte Heinz Marosch: „Vielleicht findet jeder von uns darin ein persönliches ,Halleluja‘ – einen Moment der Dankbarkeit, der Hoffnung oder einfach der stillen Verbundenheit.“

Der Titel „You Raise Me Up“ soll Menschen Mut machen, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Und bei „We Are The World“ und „Starlight-Express“ ging dann musikalisch die Post ab, bevor mit der Zugabe „Wir sind Freunde“ die Sängerinnen und Sänger mit dem Publikum zu einer großen Gemeinschaft wurden.

Das Publikum applaudierte stehend.

Gegen Ende des Konzerts rollte der „Starlight-Express“ ein. „Aber der Zug bleibt nicht stehen“, rief Heinz Marosch: „Es wartet auf uns das Weihnachtskonzert ,There is a Light‘ am Freitag, 18. Dezember.“WALTER MIRWALD

„Herbstzauber“ mit der Thalia in Zeilsheim

Zeilsheim – „Herbstzauber“ ist das Konzert überschrieben, zu dem der Zeilsheimer Thalia-Chor gemeinsam mit der Sängervereinigung Sulzbach für Sonntag, 27.September, in die evangelische Kirche am Frankenthaler Weg einlädt. Geboten wird ein Potpourri von Franz Schubert bis Andrew Lloyd Webber. Den Auftakt bilden klassische Werke, darunter Franz Schuberts „Abendfrieden“. Danach geht es weiter zu bekannten Filmmelodien wie „Conquest of Paradise“. Auch Spirituals und internationale Welthits stehen auf dem Programm; zu hören sind unter anderem Leonard Cohens „Hallelujah“, „You Raise Me Up“ sowie Michael Jacksons „We Are the World“. Den musikalischen Bogen bis in die Welt des Musicals spannt schließlich Andrew Lloyd Webbers „Starlight Express“. Als Solisten wirken Benny Maro (Gesang) und Susanne Fernholz (Klavier) mit. Einlass ist um 15.30Uhr; das Konzert beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt kostet 10Euro; Karten gibt es vorab bei Lotto Ahmad (Neu-Zeilsheim 38), im Touristik-Center G. Kunze (Alt-Zeilsheim 7), bei Schreibwaren-Back (Lenzenbergstraße 77) und bei „Heikes und Akifs Frisuren“ (Pfaffenwiese 45).RED

Thalia-Chor lädt ein zum „Herbstzauber“

Zeilsheim – „Herbstzauber“ ist das Konzert überschrieben, zu dem der Zeilsheimer Thalia-Chor gemeinsam mit der Sängervereinigung Sulzbach für Sonntag, 27.September, in die evangelische Kirche am Frankenthaler Weg lädt. Geboten wird ein Potpourri von Franz Schubert bis Andrew Lloyd Webber. Den Auftakt bilden klassische Werke, darunter Franz Schuberts „Abendfrieden“. Danach geht es weiter zu bekannten Filmmelodien wie „Conquest of Paradise“. Auch Spirituals und internationale Welthits stehen auf dem Programm; zu hören sind unter anderem Leonard Cohens „Hallelujah“, „You Raise Me Up“ sowie Michael Jacksons „We Are the World“. Den musikalischen Bogen bis in die Welt des Musicals spannt schließlich Andrew Lloyd Webbers mitreißende Komposition „Starlight Express“. Eine besondere Bereicherung des Konzertprogramms sind die Solo-Einlagen von Benny Maro (Gesang) und Susanne Fernholz (Klavier). Einlass ist um 15.30Uhr; das Konzert beginnt um 16Uhr. Der Eintritt kostet 10Euro; Karten gibt es vorab bei Lotto Ahmad (Neu-Zeilsheim 38), im Touristik-Center G. Kunze (Alt-Zeilsheim 7), bei Schreibwaren-Back (Lenzenbergstraße 77) und bei „Heikes und Akifs Frisuren“ (Pfaffenwiese 45).RED

Ein bisschen heile Welt zum Mut machen

„Oldie-Schlagerspaß“ beim Caféhaus-Konzert der Thalia kommt beim Publikum gut an

Heinz Marosch (rechts) leitet den Thalia-Chor seit bald 46 Jahren. Zusammen mit der Sulzbacher Sängervereinigung, seinem zweiten Chor, hat er beim jüngsten Caféhaus-Konzert den Schwerpunkt auf Schlager-Oldies gelegt. © Maik ReußZeilsheim – „Die nahezu euphorische Publikumsresonanz auf den erfolgreichen ,Oldie-Schlagerspaß‘ im vergangenen Jahr hat mich dazu inspiriert, erneut zu einer musikalischen Zeitreise einzuladen. Diesmal dreht sich das Schlager-Karussell durch 50 Jahre Musikgeschichte – von 1955 bis 2005“, sagte Chorleiter Heinz Marosch zum Auftakt des Konzerts „mit Caféhaus-Atmosphäre“ in der Zeilsheimer Stadthalle. Mit seiner Einschätzung hat Marosch goldrichtig gelegen, denn sein Zeilsheimer Thalia-Chor, erneut unterstützt von der befreundeten Sulzbacher Sängervereinigung, die er ebenfalls dirigiert, sorgte beim Frühjahrskonzert für einen melodischen Strauß beschwingter Lebensfreude. Viele Besucher sangen, swingten und klatschten mit bei den bekannten Melodien und Texten, die viele fast ein halbes Leben lang begleitet haben.

Beate Novy, Vorsitzende der Thalia, freute sich, dass mehr als 200 Freunde des Chorgesangs in die Stadthalle gekommen waren.

Bei der Ansage des ersten Titels, den der rund 50 Personen starke Chor präsentierte, wurde Dirigent Marosch philosophisch: „Im Leben jagen wir oft den großen Dingen hinterher: dem großen Glück, dem großen Gewinn, der großen Reise... und manchmal merken wir nicht, dass das wirklich Schöne oft ganz woanders steckt. Zum Beispiel, wenn man beim Bäcker merkt, dass der Kreppel heute größer ist als gestern, oder wenn man nach einer langen Probe feststellt, dass der Chorleiter heute erstaunlich gut gelaunt ist.“ Davon erzählte der erste Titel aus dem Jahr 1990, der von Patrick Lindner gesungen wurde: „Die kleinen Dinge des Lebens“.

Es folgte ein Lied, das allen Mut machen sollte, „Que sera, sera – was wird sein, was wird sein“ – ein Hit von Doris Day aus dem Jahr 1955 –, und danach das romantische Stück von Lys Assia von 1959, „Wenn die Glocken hell erklingen“.

So nahm der Chor das begeisterte Publikum mit auf die große Zeitreise mit weiteren Ohrwürmern wie „Komm ein bisschen mit nach Italien“, „Marina“, „Hello Mary Lou“, „Banjo Boy“, „Liebeskummer lohnt sich nicht“ und „,Über sieben Brücken musst du geh‘n“, bevor am Ende beim legendären „Sierra Madre“ Lichter leuchteten und die Besucher beim Schunkeln rote und gelbe Servietten schwenkten.

Als der Titel „Cinderella Baby, Mädchen aus dem Märchenland“ von Drafi Deutscher aus dem Jahr 1961 angestimmt werden sollte, versagte die Hallen-Tontechnik, und Dirigent Marosch war skeptisch, „ob wir das Märchenland überhaupt erreichen“. Er schloss aber blitzschnell seine eigene kleinere Anlage an, die er für den Fall eines Falles dabei hatte. Das Programm konnte nahtlos weitergehen und unter dem Dankesbeifall des Publikums für die spontane Überbrückung wurde das Märchenland musikalisch auch erreicht.

Bei den Konzerten der Thalia sind besondere Solo-Einlagen Tradition, die das Programm bereichern und für Abwechslung sorgen. Das ist dann ein Fall für die Sulzbacher Sängerin Susanne Fernholz, die als Solistin am Klavier mit den Udo-Jürgens-Liedern „Griechischer Wein“ und „Ihr von morgen“ erfreute. Und dann wird auch Chorleiter Heinz Marosch noch einmal für kurze Zeit zu Benny Maro – das ist der Künstlername, den er in seiner Jahrzehnte währenden Karriere gebraucht hat. „Aber jetzt nur noch bei Veranstaltungen meiner beiden Chöre“, unterstreicht das Dirigenten-Urgestein, das bald 46 Jahre den Thalia-Chor leitet.

Als Solist präsentierte er die Peter-Alexander-Hits „Ich zähle täglich meine Sorgen“ und „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ sowie den „Puppenspieler von Mexiko“ von Roberto Blanco und „Rote Lippen soll man küssen“ von Cliff Richard.

Bei dem Cliff-Richard-Oldie sangen fast alle im Saal mit, sodass Marosch lächelnd resümierte: „Sie alle haben wunderschöne Stimmen, das war ein großartiger Chor. Kommen Sie doch donnerstags zum Thalia-Chor und singen Sie mit uns. Denn das Singen hält jung und gesund.“WM